#14

Also hier bin ich wieder und endlich wieder an der Tastatur meines eigenen Computers! Ein erhebendes Gefühl. Nur eine kleine Traurigkeit gibt es zu berichten und die ist, dass ich nicht mit Office schreiben kann, aber davon werdet ihr ja herzlich wenig mitbekommen, wobei… eigentlich schon, denn Word hat für mich immer die kleinen aber feinen Rechtschreibfehler berichtigt, die aufgetreten sind, wenn man viel zu schreiben hat, aber möglichst wenig Zeit dafür verbrauchen will.

Ich muss diesmal leider zugeben, dass ich gar nicht genau weiß, wann ich aufgehört habe zu schreiben, weil ich das letzte Mal auf Ruvens PC geschrieben habe und der PC ist nirgendwo in meiner Nähe. Glaube ich. Naja, was soll’s ich hab hier einige Aufzeichnungen und die fangen am 7.4.2011 an. Also möchte ich uns nun alle an den siebten Tag des letzten Monats diesen Jahres zurückversetzen und euch teilhaben lassen an Fabians freudenvoller Fahrt durch Ghana. Naja, ich höre mal auf dabei zu versagen stilistische Mittel zu kreieren und sage einfach was passiert ist. Der Tag an dem ich anfangen will zu erzählen war eigentlich kein anstrengender mehr für mich. Alles war korrigiert und Noten waren komplett eingetragen. Ich hatte also quasi schon Ferien. Doch, wie sich ein aufmerksamer Leser erinnern könnte, hatte ich leichte gesundheitliche Probleme ohne bekannte Ursache. Soviel zum Thema “Previously in Ghana”.
Da ich also an diesem sonnigen Donnerstag nichts mehr zu tun hatte, wollte ich eigentlich meine Ferien genießen, aber ich merkte schnell, dass das ganz schön langweilig ist, so lief ich also, nachdem ich genug genossen hatte, zu Milicent ins Büro und half ihr mit nerviger Büroarbeit, die aber zu zweit ein wenig schneller ging. Da aber nicht so viel Arbeit zu tun war, bei der ich helfen konnte, war ich schnell wieder in unserem Zimmer und wartete auf Action. Was ich bekam war aber nicht so geil, also legte ich mich bis um 13 Uhr schlafen. Denn zu diesem Zeitpunkt sollte unser End of Term Meeting stattfinden. Hierbei möchte ich den Leser auf die Schlüsselworte “sollte” und “ZeitPUNKT” aufmerksam machen. Diese beiden Worte passen nämlich so nicht so gut zusammen, wie ich in Ghana sehr intensiv lernen und erleben darf. Überhaupt… ich bin in Ghana, also gibt es keine Zeitpunkte! Gestern habe ich einen Nigerianer nach seinem Alter gefragt. Er sagte mir etwas in der Richtung: “Also… äh… ich bin 1975 geboren. Also dürfte ich so 35 oder 36 sein.” Aber mit diesem Schwank, oder Anekdote, oder was es alles ist, kann ich sicherlich niemanden mehr schocken, denn darüber habe ich, denke ich schonmal geschrieben. Tja, worauf ich hinaus will ist offensichtlich. Punkt um 13 Uhr gibt es nicht. Ich glaube wir haben gegen 14:30 oder 15:00 begonnen uns zu arrangieren. Wie es war wollt ihr jetzt wissen? Nun ja… ich war absolut müde und hatte gar keinen Bock und fand alles besprochene lächerlich, unsinnig und nervig. Aber das war es natürlich nicht… komplett.
Die ersten 10 Minuten diskutierten wir, was davon zu halten sei, dass Deborah, die die offizielle Meetings-Sekretärin ist, noch nicht da ist und dass es gar nicht geht, dass Milicent, die Schulsekretärin das Protokoll des letzen Meetings vorliest, weil das ja Deborah machen sollte. Und das alles sowieso nicht geht. Weil, und, aber! Dann hat ein Beitrag von Albert eine große Rolle gespielt: es soll nicht so viel Zeit für sinnlose Diskussionen verbraten werden. Darüber diskutierten wir dann natürlich erstmal. Um 16:30 hätten Ruven und ich auch zum Radio gemusst, aber da war es noch lange nicht vorbei. Alles was uns bei dem Meeting hielt war eine Versprochene “PARTY”. Das hieß Essen und Trinken. Und es lohnte sich auch wirklich. Das Essen war gut und wirklich ausreichend und für jeden war noch ein Softgetränk dabei. Während wir uns dem Luxus fröhnten, gingen Andreas und Sabrina den Weg zur Uni, nur um herauszufinden, dass die Radiostation geschlossen sei, weil die Belüftung kaputt wäre. Also hatten Ruven und ich alles genau richtig gemacht!
Der nächste Tag war auch befreiend. In gewisser Weise. Am Morgen war die letzte Morning Assembly des Semesters. Doch da es die letzte war, bedeutete das auch, dass es die grauenvollste sein musste. Eine geschlagene Stunde hörten wir uns Tipps für die Schüler an, wie sie ihre Freizeit nutzen sollten. Eine halbe Stunde der Stunde ging für Abschweifungen über Gott drauf. Das Beste waren dann die Vorträge, die in der Mitte den Satz enthielten: “Hiermit bin ich auch schon FAST am Ende”. Ich weiß hierzu noch genau, wie wir in der elften Klasse einen Text von Marcel Reich-Ranicki lasen. Das Thema war: “Wie halte ich einen schlechten Vortrag” und der eben genannte Satz war der zweite Tipp, den Ranicki gab.
Naja, aber danach war der Stress vorbei. Nicht ganz. Die Schüler durften noch ihre letzten paar Arbeiten schreiben und schon war es vorbei das Semester. Alle packten freudig ihre Sachen und waren glücklich bald raus aus der Schule und endlich in Freiheit zu sein. Eigentlich wollte ich mit einigen Schülern noch Fufu machen, aber daraus wurde leider nichts. Sie hatten nicht so richtig Zeit und Lust und auch ich hatte dann keine Zeit mehr, weil ich zur Uni Volleyball spielen gehen wollte. Also verlegten wir es auf den nächsten Tag, weil sie meinten, dass sie da noch alle da sein würden. Was sie natürlich nicht waren. Aber was kümmerte mich das! Ich genoss den freien Tag und bereitete mich auf den nächsten Morgen vor, an dem wir in den Norden fahren wollten. Aber Pustekuchen! Nichts da. Wäre ja noch schöner, wenn ich mal auf einem größeren Trip mitkommen würde. Nein, schon am Samstagabend fühlte ich mich schlecht und bezweifelte, dass ich mitkommen würde und am Sonntag lief dann absolut gar nichts mehr. So hatte ich mir ein paar mehr freie Tage ermöglicht und es wieder einmal geschafft ein Stückchen weniger von Ghana zu sehen. Aber ich hoffe, dass ich diese Versäumnisse am Ende meines Aufenthalts hier nachholen kann. Wenn ich nicht wieder rumpusse und krank werde.
Tja, die anderen hatten viel zu erzählen von ihrer Fahrt in den Norden. Es soll wohl ganz bunt und vor alles heiß gewesen sein. Im Vergleich dazu ist es bei uns langweilig und winterlich kalt. Aber bei 40 Grad im Schatten bleibt halt wirklich kein Auge trocken. Die drei erlebten Mole, Tamale und Bolgatanga und machten von jedem Ort noch ein paar Abstecher woanders hin. Als mir von den ganzen Erlebnissen erzählt wurde, war ich auch schon ziemlich neidisch, aber ändern kann man an alledem nichts mehr, also was solls 😀
Doch was habe ich Großartiges in dieser Zeit erlebt? Es war unglaublich: ich habe viel gesehen, vor allem Filme. Ich habe eine schlechte Serie mit dem Namen “Heroes” ausgegraben und damit locker 20 Stunden tot geschlagen. Wobei, wahrscheinlich eher 30… Und dann an einem Dienstag bin ich zum Onkel Doktor gegangen und der hat mir gesagt, dass sowas mal passieren kann und ich mal chillen soll. Wenn es schlimmer werden sollte, hätte ich ihn ein weiteres Mal besuchen sollen, aber da es nicht schlimmer wurde, sondern ich auf einmal wieder ganz gut und viel aß, fühlte ich mich stärker und stärker, sodass ich am nächsten Tag auch wieder zu Uni ging und dort wieder Volleyball zockte. Aber das Spiel fiel ins Wasser. Nach dem Ende des zweiten Satzes und einem Stand von 1:1 regnete es heftig genug um uns vom Spielen abzuhalten. Fortgesetzt werden konnte das Spiel auch nicht, weil das Feld nass war. Also machten wir ein neues Datum aus. In acht Tagen. Bis dahin wollte ich wieder fit sein, um mein Team ordentlich unterstützen zu können.Also spielte ich fast jeden darauf folgenden Tag. Aber am Abend diesen Tages traf ich mich mit Eric und Daniel und wir hatten eine nette Zeit. Ich lernte die beiden ein bisschen besser kennen und bezahlte dann am Ende die Rechnung, weil es so viel Spaß gemacht hatte. (Ich weiß nicht was in mich gefahren war, ich bin doch sonst so geizig!)
Der Donnerstag meiner Woche als einziger Weißer in Denkyemuoso war auch so ein Durchschnittsding. Ich ging Andrew besuchen und bequatschte mit ihm die aktuelle Lage. Er erzählte, dass einige seiner nigerianischen Schüzlinge für ein Camp im Ausland angenommen wurden und jetzt nach Amerika kommen, wenn sie das Geld zusammen bekommen, aber die Rede von einer ziemlich hohen Summe für Afrikaner, deswegen sagte er: “Oooh… They are in trouble!” (Oh, die haben Probleme) wieder und wieder. Naja, danach ging ich zur Uni, um zu spielen, aber zwei andere Mannschaften spielten und ich spielte den Schiedsrichter. Eine Woche später wurde mir dann offenbart, dass ich für meine Dienste Geld bekommen würde, aber ich lehnte dankend ab. Ich hatte schon für das ins Wasser gefallene Spiel 3 Cedi bekommen, also brauchte ich hierfür nicht auch noch Geld!
Am Samstag kamen Ruven und Andreas dann von ihrem Nordentrip zurück und machten mich eine Runde neidisch. Sabrina blieb noch da oben und schaute sich ein wenig Wa und einen Wasserfall in der Nähe an.
Tja, am nächsten Tag hatte mich Deborah dann zu sich eingeladen, um Fufu zu essen. Das war auch ein ganz witziger Nachmittag. Ich bin nachdem ich zu Hause ein bisschen aufgeräumt hatte und noch ein paar Episoden meiner Serie geschaut hatte, in Richtung Komfo Anokye Teaching Hospital gefahren, weil Gifty mir das so beschrieben hatte. Als ich dann dort war, war Debbie aber nicht zu erreichen, also saß ich dann erstmal für 15 Minuten in der Sonne. Aber ich hatte meine Musik mit und mit afrikanischer Musik macht jede Sonneneinstrahlung Spaß, sei sie noch so hoch! 😀 Naja, dann irgendwann war Deborah auch mit ihrer Kirche fertig und holte mich ab. Wir liefen dann durch eine ghettoartige Gegend und kamen zu Deborah nach Hause. Dort begrüßte mich die Mutter auch sofort mit Namen, wodurch ich mich sofort, wie zu Hause fühlte. Zurecht, denn Deborah ist die Cousine von Kwakye und somit nach afrikanischer Tradition ja Teil meiner Familie. Es war eine lustige Zeit dort. Nebenan war eine riesige Kirche, wo die Leute noch etwa eine Stunde lang durch die Gegend schrien… ähh Gott priesen! lol Naja, da wir draußen kochten, konnte man sich da auch nicht so unterhalten, aber Debbies Mutter, deren Namen ich vergessen habe, testete mich auf meine Twi-Fähigkeiten und brachte mir auch noch einiges bei. Dabei erfuhr ich, dass Giftys Mutter an der gleichen Schule arbeitet, wie Gifty. Lustig, wie hier alle verknüpft sind, wenn man verwandt ist! Naja, ich wollte beim kochen natürlich helfen, aber letztendlich habe ich am besten geholfen, wenn ich einfach nur zuschaute, denn als ich einmal versuchte ein paar Kleinigkeiten zu zerstößeln brauchte ich ewig und verkackte es total… typsich! Beim stampfen durfte ich auch nur zuschauen, weil ich es halt einfach nicht richtig kann. Der kleine Bruder von Deborah, den ich mal letzte Ferien getroffen hatte und mit dem ich in unserem alten Zimmer Kill Bill geschaut hatte, erledigte das stampfen. Allerdings passierte ihm ein kleines Missgeschick. Beim stampfen geriet das obere Ende des Stößels (klingt eigentlich viel zu niedlich für die ghanaischen Stößel!) gegen das Dach, wodurch er abrutschte und den kleinen Finger von Deborahs Mutter zermatschte. Das war nicht ganz so lustig, aber sie reagierte ganz anders, als ich das von Ghanaern kenne. Sie schaute einfach nur ins Gesicht ihres Sohnes ohne gleich zu meckern. Typisch hingegen war, dass sie gar nicht vor Schmerzen schrie, sondern einfach rational die Sachen packte und zum Arzt ging. Das war schon echt ziemlich bemerkenswert, in denn das war nicht nur ein bisschen Blut, was da floss.
Nun ja, das Essen musste ja trotzdem vorbereitet werden, also ersetzte Deborah ihre Mutter beim Wenden der Masse und bald war alles fertig. Mir wurde dann so viel Fufu angedreht, dass ich mich kaum noch bewegen konnte aber da es langsam spät wurde und ich zu Hause noch ein bisschen chillen wollte, entschied ich mich nach Hause zu gehen. Da ich aber einfach kein Trotro bekam, lief ich zum nahe gelegenen Verkehrsknotenpunkt Sofoline, wo man eigentlich immer ein Trotro in unsere Richtung bekommt. Aber als ich dann da war, machte mir das laufen mit Musik in den Ohren so viel Spaß, dass ich noch weiter lief. Insgesamt dauerte der Weg von Bantama nach Denkyemuoso etwa 90 Minuten. Woher ich die Energie hatte, weiß ich nicht so recht, aber ich vermute das Fufu hat mir diese Aktion ermöglicht! Tja, am Abend wollten Ruven, Andreas und ich eigentlich in die Bar, aber leider regnete es und wir blieben alle zu Hause und ich legte mich früh schlafen.
Am nächsten Morgen war dann auf einmal Giftys Mutter in unserem Wohnzimmer. Ich war total überrascht, weil ich sie noch nie gesehen hatte und vermutlich auch nie wieder sehen werde. Aber sie war ganz nett. Ich konnte mich aber leider kaum mit ihr unterhalten. Alles was sie sprach war das Englisch das sie in Nigeria sprechen und Twi. Also hab ich meine paar Sätze auf Twi rausgehauen und dann meni Ding gemacht. Dann sagte mir Gifty, dass sie einkaufen gehen wolle, also ging ich mit ihr um zu helfen. Am Morgen sprühte Gifty noch vor Elan, aber dann wurde sie auf dem Markt recht schnell müde. Zurecht. Wir liefen ja auch nur von Stand zu Stand. Nachdem wir alles hatten, musste sie zu Arzt wegen eines Schwangerschafts-Check-Ups, was dann für mich hieß alles eingekaufte nach Hause zu schleppen und zu Hause dann Giftys Mutter zu erklären, was GIfty, wie haben will.
Das Kochen selbst war dann ganz witzig, weil Giftys Mutter solche Sachen, wie Wasserhahn und Herd nicht richtig kennt und ich es ihr erklären musste. Da sie auf dem Dorf lebt, ist das aber auch nur natürlich. Dennoch war es krass für mich zu sehen, wie sie den Wasserhahn anfangs nicht richtig operieren konnte. Naja, aber dann ging es. Ich half ihr noch ein wenig bei Aufgaben, die man nicht wirklich falsch machen kann und verabschiedete mich dann von ihr um zu Polytechnik zu gehen und da Volleyball zu spielen. Dort sah ich dann seit Ewigkeiten mal wieder Joshua und Fisko, zwei der Prempeh Volleyballer. Die verrieten mir auch, dass sie in naher Zukunft ein Match in Kibi haben würden und ich eingeladen wäre mitzukommen, auch wenn ich nicht groß zum spielen kommen würde. Ich glaube, dass dieses Match so am 7.5. sein wird, aber mal schauen.
Nach dem ganzen Volleyball ging ich mit Eric nach Hause und dann in unsere Bar, wo wir unsere Getränke tranken bis an unserem Nachbartisch eine 5 Liter Weinflasche geöffnet wurde und wir eingeladen wurden auch etwas zu trinken. Aber die meisten von uns lehnten ab, wobei wir aber dennoch ins Gespräch mit den Leuten kamen. Der, der das gnaze arrangiert hatte, hieß Martin und war der Besitzer einer anderen Bar in Kwadaso, der sich diese Bar mal anschauen wollte. Es war alles in allem ganz witzig, aber das es spät war, gingen wir dann auch bald nach Hause.
Der darauffolgende Dienstag war eher entspannt. Ich kümmerte mich noch um die letzten paar Hotels für meine Eltern, die zwei Tage später, also am 21.4 . nach Ghana kommen wollten. Am Morgen bereitete Gifty ein extrem leckeres Frühstück vor, indem sie Möhren, Frühlingszwiebeln, Grüne Paprika und Salatblätter mit Corned Beef mischte und dazu in Fett erhitzte Brotscheiben servierte. Es war so unglaublich lecker. Und über dieses Essen nachzudenken macht mich gerade nur umso hungriger! Alter, war das lecker! Ich glaube ich muss mir erstmal was zu essen besorgen…
So jetzt bin ich wieder da… Also, am nächsten Tag war dann unser letztes Spiel des Volleyballturniers an der Uni, aber ich spielte nicht so gut und wir gewannen nur knapp und hätten, glaube ich jedenfalls einen guten Sieg gebraucht um alles zu gewinnen. Was mir erst später offenbart wurde, ist, dass mit dem Sieg auch noch 30 Cedi Gewinn zusammenhängen. Hier geht es doch wirklich in so vielerlei Sachen nur ums Geld. Ich frage mich, ob das in Deutschland dann auch ähnlich sein wird und ich es vorher nur einfach nie wirklich bemerkt habe.
Tja, wie auch immer, am nächsten Tag ging es dann los. Ich sollte meine Eltern sehen… Dafür stand ich in aller Frühe auf und fuhr zum Asafo Market um ein Minibus nach Accra zu bekommen. Das lief auch alles super und ich war schon kurz nach 12 Uhr im Hotel, in dem ich meine Eltern unterbringen wollte. Einfach zu geil! Auf der Fahrt traf ich dann noch einen Kwame Nkrumah Univiersitäts Student, der sich mit mir, nachdem ich ein paar Twi-Skills ausgepackt hatte, verkündete, dass er Agrarwissenschaften studiert und total fasziniert von dem Fach ist. Es war echt interessant. Er redete gern und viel, aber da sein Fachgebiet wirklich mal interessant war, hörte ich zu. Nachdem wir Nummern ausgetauscht hatten und er mir den Weg geweist hat, haben wir uns getrennt und ich war endlich wieder mal in Accra. Und wieder ist mir aufgefallen, wie anders Accra doch ist. Die Leute sind ganz anders gekleidet und achten viel mehr auf Stil und ähnliches. Auch als ich mit dem aus dem Trotro sprach, merkte ich es wieder: die Leute hier sind stolz auf ihre Heimat und wollen, wenn sie woanders leben immer wieder nach Accra zurück.
Tja, als ich aber im Hotel St. George, das ich für meine Eltern reservieren wollte, ankam, wollte ich mein Zimmer beziehen, doch daraus wurde nichts. Sabian hat es gegeben, aber von einem Fabian hat keiner etwas gehört. Anfangs dachte ich noch, dass mein Name vielleicht wirklcih nicht aufgenommen wurde, aber da dann in jedem folgenden Hotel der Name Sabian auftauchte, wurde mir einiges klar. Tja, was hieß das jetzt aber im Endeffekt für mich und meine Eltern? Ein Zimmer wurde noch mobilisiert. Es war auch gar nicht so schlecht, aber die Klimaanlage war kaputt. Kein Problem dachte ich erst, aber in der Nacht änderte ich meine Meinung dann beim ständigen Aufwachen und Einschlafen vor Hitze. Tja, so ist das Leben! Ich wollte mich, nachdem ich das Hotel klar gemacht hatte, Andreas, der auch gerade in Accra war, treffen, aber da er in einem anderen Stadtteil war und sein Hotel in meiner Nähe, legte ich mich erstmal hin und er wollte dann einfach anrufen, wenn er so weit war. Tja, ich fiel in einen tiefen Schlaf, weil ich wirklich absolut fertig und der Raum trotz nicht funktionierender Klimaanlage angenehm kühl war. Dann rief irgendwann Andreas an, der in einem Restaurant über eine Stunde auf sein Essen gewartet hatte und ich lief raus auf die Straße um dann mit ihm zusammen zum Nkrumah Circle (dem wichtigsten Verkehrsknoten in Accra, finde ich) gegangen um ein Trotro in Richtung Flughafen zu nehmen. Aber der Flughafen war nicht unser Ziel, sondern die nahe gelegene Accra Mall, eine Einkaufsmeile, die es mit deutschen Malls aufnehmen kann. Jedoch war das Publikum hier absolut High-Class! Wie durchgestylt die Leute hier aussahen war echt unglaublich. Ich fühlte mich wieder direkt arm, fast dörfisch! Wir liefen ein wenig durch die Gegend und ich wurde schwach und kaufte mir ein Softeis für unglaubliche 2 Cedi (1 Euro)! Absolut überteuert! Aber das war es wert, irgendwie… 😀
Vor lauter Luxus beschwipst torkelten Andreas und ich dann aus der Mall heraus zu den gewohnten Ständen und kauften erstmal wieder den gewohnten halben Liter Wasserbeutel für 2,5 Cent. Das fühlte sich wieder richtig an. lol Wir steuerten noch eine Weile durch die Gegend, um dann den klugen Entschluss zu fassen zum Flughafen zu laufen, weil wir nichts mehr zu tun hatten. Am Flughafen angekommen waren wir durstig und ein wenig hungrig, doch die Preise waren einfach zu hoch. So hoch, dass ich mich nicht mal mehr erinnern kann, was man für eine Cola bezahlt hätte, aber ich glaube für 0.3 L hätte man tatsächlich 1,5 oder 2 Euro bezahlt!!!! Das muss man sich erstmal vorstellen! ALso entschlossen wir uns zu irgendeiner Billig-Bar an der Straße zu gehen. Aber die war wiederum ziemlich weit weg. Doch wir hatten großes Glück, denn wir fanden eine kleine Bar direkt am Flughafen und genossen Cola und Wurst zum gewohnten Preis von 30 und 75 Cent. Wir unterhielten uns noch eine Weile, aber irgendwann wurde es für Andreas zu spät und er fuhr nach Hause. Ich für meinen Teil setze mich in die Wartehalle (im Freien) und schaute mir schlechte Cartoons auf einem Bildschirm an, der eigentlich für Ankünfte und Abflüge gemacht sein dürfte. Aber so war die Zeit wenigstens nicht so vollkommen langweilig und die 2 Stunden wurden erträglicher. Als dann die Maschiene meiner Eltern gelandet war, begannen sich mehr und mehr Leute an den Ausgang zu stellen um Freunde und Familienmitglieder zu empfangen. Das war wiederum ein bisschen nervig, weil jeder vorne stehen wollte. Ich verweilte einfach auf meinem Platz und wartete ab. Und dann sah ich die beiden endlich! 😀 Ich begrüßte sie, zog sie aus dem Rund der Versammelten und ein eifriger Helfer half uns eifrig. Dann begann die fröhliche Taxisuche. Ich schaute nach einem Taxi, dass nicht komplett schreckliche Preise verlangte und wurde nach etwa 15 Minuten fündig. 8 Cedi, eigentlich wurde mir gesagt, dass 5 ein guter Preis war, weswegen ich das erste Taxi, das mir auch 8 angeboten hatte, ablehnte. Aber am Ende hatte ich es satt immer wieder nach einem Angebot von mir wütende Taxifahrergesichter zu sehen und willigte ein. Der Fahrer war ganz nett und er gab mir auch seine Nummer, falls meine Eltern mal wieder hätten eskortiert werden müssen. Aber dazu kam es nie. Der Rest des Abends verlief eigentlich ganz entspannt. Wir trafen uns mit Andreas in Ruvens und meiner LIeblingsbar, dem Rooftop. Da aßen und tranken wir ein wenig, um dann relativ früh ins Bett zu gehen. Da wir die Nacht nur so schlecht schlafen konnten, standen wir am nächsten Tag sehr früh auf, um möglichst schnell nach Kumasi zu kommen.
Eigentlich war alles entspannt, aber als wir dann an der VIP Station ankamen um unseren Bus zu bekommen und Geld abzuheben, fiel uns zweierlei auf: erstens war der blöde Visaautomat nicht funktionsfähig und Torsten wusste seinen PIN nicht, weil er ihn noch nie in anderen Ländern gebraucht weil, da meistens eine Unterschrift reicht. Zwei Probleme also… Ich lief dann zu einem anderen Automaten nicht weit weg und ließ meine Eltern erstaml an der Busstation mit unseren Sachen warten und hob ein wenig Geld von meiner Karte ab. Letztendlich hätte kein Problem existiert, wenn ich kein Limit auf meiner VISA-Karte gehabt hätte, das nicht zuließ, dass ich mehr als 300 Euro pro Monat abhebe. Tja, es war alles schon ein wenig verzwickt, aber irgendwie sind wir dann doch durchgekommen. Wir stellten uns in die ewig lange Reihe für Leute, die VIP fahren wollten und mussten wirklich nicht allzulange warten, um ein Ticket zu bekommen. Etwa 30 Minuten später fuhren wir dann los. Die Fahrt war ein wenig anstrengend, weil ich noch ein wenig müde war und in dem VIP so viel Federung ist, dass die ersten 2 Stunden über die schlechten Straßen wie eine Schifffahrt waren. Was auch im VIP nervt, ist, dass die Klimaanlage voll aufgedreht wird und es einfach nur zu kalt ist! Wie in Amerika, die Leute wissen einfach nicht, wo Schluss sein sollte mit der Raumkühlung! Später wurde es dann auch nochmal interessant, weil uns ein Laster mit einer relativ lockeren Plane entgegenkam und damit unseren Spiegel traf. Aber er war dann nur etwas locker, was noch behoben werden konnte. Doch irgendwann sind wir dann sicher nach Kumasi gekommen und haben ein Taxi in das Hotel genommen, welches ich für meine Eltern auserkoren hatte. Aber da lief einiges schief. Das Zimmer, was ich eigentlich bestellt hatte, war schon an andere vergeben und das Zimmer, was die zwei dann bekommen sollten, war nicht so, wie sie sich das gewünscht hatten. Das Problem war, dass das Zimmer noch ziemlich dreckig, die sanitären Einrichtungen kaputt waren und das Wasser nicht floss. Nach dem frühen Aufstehen und der Busfahrt, war das einfach zu viel und die beiden zogen in das Senator Hotel um, das 10 Minuten vom ersten Hotel weg war. Dort namen die beiden das beste Zimmer zu einem Spottpreis und waren glücklich. Ich wurde dann von einem Taxifahrer nach Hause gefahren und wir haben noch nett geredet. Zu Hause hab ich mich dann für eine Weile ausgeruht, weil ich absolut am Ende war. All das Hin und Her machte mich etwas müde.
Aber lange blieb ich nicht im Bett. Ich ging die anderen Besuchen und chillte und quatschte noch ein wenig mit ihnen, was sie so erlebt hatten und ähnliches.
Dann holte ich meine Eltern ab und zeigte sie herum: erst Ruven, Andreas, Sabrina, Daniel und Eric, dann Harriot und dann gingen wir endlich wieder nach Hause, wo anstrengenderweise tausende von Höflichkeiten ausgetauscht wurden, aber dann wurde es auch bald menschlicher und wir redeten, bzw ich redete, denn ich übersetzte so ziemlich jedes gesprochene Wort, was in unserem Wohnzimmer gesprochen wurde. Dann gab es leckeres Essen von Gifty. Da meine Eltern wegen der Wärme nicht viel essen konnte, haute ich doppelt rein, weil ich ihr Essen abbekam. Gifty kann aber auch gut kochen! Nachdem sich dann auch ein wenig über meine Essenskünste lustig gemacht wurde, gingen meine Eltern nach Hause und ich ging nochmal zu den anderen, um ein wenig zu quatschen. Daniel hatte einen Sack voller Orangen da gelassen, da die anderen aber am nächsten Tag in die Voltaregion reisen wollten, mussten die verarbeitet werden, also nahm ich sie mit und drückte vor dem zu Bett gehen noch in aller Ruhe eine Stunde Orangen aus und erhielt letztendlich etwa 2 Liter feinen Orangensaft, den tat ich dann ins Tiefkühlfach und wartete auf den nächsten Morgen, um den anderen den guten Stoff auf die Reise mitzugeben.
An diesem Morgen begann auch eine großartige Zeit mit erfüllendem Frühstück! Am ersten Tag gab es wieder mein Gemüse-Corned Beef-Brot Frühstück, das auch meinen Eltern gnaz gut schmeckte, am zweiten Tag wurde dann der Rest davon mit Eis vermischt und wurde als Omelette serviert. Auch mit Brot und auch richtig geil! Am dritten Tag war dann nichts mehr da, also mixte Gifty Ei mit Jollof-Soße und machte Tomatenomelette. Auch extrem gut. Ich sollte aufhören diesen Blog zu schreiben, wenn ich so viel Hunger habe… Mist!
Naja, aber ich höre mal auf und erzähle vom Rest des Tages. Als Gastgeschenk hatten sich Gifty und Kwakye eine Mikrowelle gewünscht, die nicht wirklich eingeführt werden konnte, da das zu teuer gewesen wäre, also entschieden wir uns hier in Ghana eine zu kaufen und den beiden zu geben. Doch das sollte weniger einfach werden, als wir uns das erhofft hatten. Angefangen hatte es eigentlich ganz entspannt. Nach dem Frühstück sind wir zusammen mit Gifty zu einem Malcom’s gefahren, dass ich noch nicht kannte, welches aber größer war, als jenes zu welchem wir immer gegangen sind, wenn wir westliches Zeugs brauchten. Tja, so sind wir also zu dem Laden hingefahren, haben uns einige Mikrowellen angeschaut und entdeckten eine, die gut war. Doch dann ging es um das bezahlen. Meine Eltern hatten kaum noch was von ihrem Geld da und ich hatte auch nichts mitgenommen. Wir fragten, ob es möglich sei mit Euro zu bezahlen, aber das ging natürlich gar nicht. Dann fragten wir, wo wir denn Geld tauschen könnten und uns wurde gesagt, dass es ganz in der Nähe eine Bank gäbe, die uns helfen könnte. So gingen wir da also hin, nur um enttäuscht zu werden… Von der VISA-Karte meines Vaters konnte man nur mit PIN abheben und tauschen ging sowieso nicht. Es war ein bisschen verzwickt! Aber wir entschieden dann einfach in die Stadt reinzufahren und dort nach Möglichkeiten zu suchen Geld zu besorgen. Torsten bekam auch einen Tip für eventuelle PIN-Nummern, welche sich aber alle als falsch herausstellten. Schade, aber am Ende hat es auch so funktioniert. Ich hob einfach Geld von meiner Karte ab und meine Eltern tauschten noch etwas von den verbliebenen Euros zu Cedis. Mit all dem neuerworbenen Geld gingen wir dann zu dem Melcom’s in der Stadt und kauften eine Mikrowelle und bekamen sogar einen 5 Euro Rabatt. Das war gleich mal richtig geil. Was dann nicht sooo geil war, war, dass wir noch auf den Zentralmarkt gehen wollten. Zuerst dachte Gifty, dass sie zur Chorprobe gehen müsse, die eigentlich vor einer halben Stunde angefangen hatte, aber letztendlich brauchten wir noch etwa 100 Minuten auf dem Markt und sie kam dennoch vor dem Beginn der Proben an. Aber was taten wir in diesen ominösen 100 Minuten? Es war unglaublich! Es zu erzählen fehlen mir die Worte, ja der Mut. Doch jetzt habe ich genug gelabert und komme endlich mal zum Punkt. Wir liefen mit der Mikrowelle etwa 10 Minuten zu einer Tante von Gifty, stellten das Ding da ab und liefen in den Zentralmarkt rein. Es war die volle Packung. Meine Eltern bekamen schön was geboten, weil wir wirklich nur die bevölkerten Wege entlang liefen. So war es auch gleich richtig anstrend und die Hitze machte alles nur umso heftiger… So war es auch kein Wunder, dass wir nur kurz im Zentralmarkt blieben und bald wieder herausliefen, Wasser kauften, die Mikrowelle abholten und ein Taxi riefen, welches uns endlich nach Hause fuhr, wo wir uns ausruhen konnten. Meine beiden Parenten gingen nach Hause und ich chillte zu Hause auf eine ziemlich harte Art und Weise. Am späten Nachmittag trafen wir uns wieder und wollten eigentlich in die Stadt fahren und irgendein Restaurant genießen, aber stattdessen blieben wir in Denkyemuoso und kauften uns Teebrot, Softgetränke und Würste, bzw Banku mit Tilapia. In der Bar, wo wir das Banku und die Würste kauften, unterhielt ich mich dann eine ganze Weile mit der Frau des Besitzers. Das Gespräch war echt ganz nett und während ich mich so unterhielt kümmerten sich meine Eltern um die kleine Tochter der Besitzerin. Innerlich musste ich schmunzeln, weil ich mich selbst sah. Anfangs hier in Ghana waren wir auch total fixiert auf die Kinder und spielten und lachten und tralalaten mit ihnen rum, aber jetzt ist es teilweise einfach nur noch anstrengend. Nur noch ganz kleine Kinder machen spaß, weil die süß sind und sich nicht so viel bewegen und deshalb weniger nervig sind. Naja, danach gingen wir nach Hause aßen den Rest des Frühstücks auf. Gifty entdeckte die Würste für sich, weil sie durch den Pepper schön scharf sind und sie das seit ihrer Schwangerschaft mag. Tja, also hat sie mir eine Wurst weggegessen, weswegen ich ihr das Banku und Tilapia wegaß. Ha, aber das hat sie leider nicht interessiert… 😀
Nun ja, wie geht’s weiter? Ich glaube der nächste Tag war unser letzter richtiger Tag in Kumasi. Da wir aber eigentlich alles wichtige schon gesehen hatten, wusste ich nicht mehr so richtig, was ich denn meinen Eltern hätte vorführen können. Also besuchten wir die SChule, sodass die beiden noch ein paar Fotos schießen konnten. Aüßerdem schauten sie sich den Kindergarten an, der jetzt schon echt ordentlich aussah. Er hatte schon eine ordentliche Form und man könnte fast glauben, dass er bis nächsten Monat fertig ist. Aber nachwievor, wir sind hier in Ghana und Dinge ändern sich schnell! Ich war aus irgendeinem Grund an diesem Tage sehr träge und deswegen gingen wir alle dann zu unseren Wohnstätten zurück und ruhten uns aus. Ich für meinen Teil schaute den Baader-Meinhoff Komplexu und schlief danach eine Runde. Später holte ich meine Eltern ab. Da Sonntag und Osterzeit war, wurde auf dem Hof des Senatorhotels groß aufgetafelt und viele hübsch geschmückte Tische waren überall verteilt. Die Musik spielte auch ganz schön laut und ich fragte mich, wie meine Eltern das aushielten. Aber im Zimmer der beiden hörte man von all der Kakophonie nichts mehr. An diesem Tag versteckte der Osterhase auch noch für mich ein tolles Buch mit dem großartigen und vielversprechenden Titel “Anorganische Chemie” ich find auch sofort an die ersten Seiten zu lesen. Aber dann wollten wir los, um mit Kwakye und Gifty in ein ghanaisches Restaurant zu fahren. Doch leider war Gifty nach der Kirche absolut am Ende und hatte gar keinen Bock mehr irgendwas zu machen. Also gingen wir mit Kwakye zusammen los und fuhren in Richtung Confidence Bar, weil es, laut ihm, dort auch zu später Zeit gutes Essen gäbe. Gab es auch, bloß die Abwechslung ließ zu wünschen übrig. Es gab gekochten Reis mit Gemüse und Fisch oder Banku mit unterschiedlichen Soßen und Fisch. Besonders Banku kann extremst lecker sein, aber wir entschieden uns trotzdem noch weiter zu fahren. Da wir eigentlich vorhatten dort zu essen, rief ich vorher Debbie an, weil sie eigentlich direkt neben der Bar wohnt. Und da wir nur kurz in der Bar blieben, kam sie dann auch noch zu unserem nächsten Anlaufpunkt mit. Naja, es waren ja eigentlich mehrere. Zunächst fuhren wir zu Kumasi Catering, wo wir dann auch letztendlich aßen, aber das Essen wa nicht wirklich gut. Und dennoch verhältnismäßig teuer. Aber wir redeten nett und hatten eine gute Zeit bei Essen und Fußball. Aber wer gespielt hat weiß ich gar nicht mehr! Hernach besuchten wir den Asafo Market und die STC Station, wo wir uns nach Fahrten in Richtung Cape Coast umsahen. STC hatte geschlossen, aber bei Asafo wurden wir fündig und wir wussten genau welchen Bus wir am nächsten Tag nehmen würden (zu meinem Glück einen Guten zu annehmbaren Preis… :D). Danach lud Kwakye seine Cousine bei sich zu Hause ab und brachte uns Rest nach Denkyemuoso, wo wir in aller Ruhe schlafen konnten. Was wir auch tun mussten, denn am nächsten Tag wollten wir nach Anomabo fahren.
In meinen Aufzeichnungen steht der nächste Tag als ereignisreichster Tag beschrieben und das war er auch! 😀 Dieser Tag wird wohl in aller unser Gedächtnisse eingebrannt bleiben bis zum Ende. Es war einfach zu krass! Naja, was ist passiert? Morgens wollten wir Frühstück machen, aber es war nichts mehr so richtig da, also holte ich wieder ein paar Eier und es gab erneut Omelette. Extrem einfach, extrem lecker! Nachdem wir dann Kwakye auf Arbeit angerufen hatten, holte er uns ab und brachte uns nach Asafo mit einem kleinen Zwischenstopp bei der nun offenen STC Station. Da wurde uns aber gesagt, dass, weil Ostermontag ist, kein Bus fahren würde. Bevor wir dann weiterfuhren, bastelte Kwakye noch ein bisschen an seinem Auto rum, weil es nicht mehr ordentlich lief. Aber wirklich reparieren konnten wir es leider nicht und er erzählte mir dann auch später, dass das Auto sich nach unserer Abfahrt gar nicht mehr bewegte und er es in eine Werkstatt bringen musste. Doch bis zu unserer Abfahrt half er uns nohc ungemein, indem er vieles für uns arrangierte und mit den Leuten sprach, sodass sie uns nicht zu sehr auf die Nerven gingen. Wir kauften dann unsere Tickets, hatten für das Gepäck ordentlich zu blechen und setzten uns endlich in den Bus, der zwar etwas eng, aber durchaus zum Aushalten war. Kwakye kümmerte sich darum, dass auch keiner unser Zeugs anfasste und zum Abschied überreichte mein Vater ihm noch seine Uhr, denn bisher hatte nur Gifty etwas Lotion aus Deutschland bekommen und da Kwakye einfach eine so freundliche Persönlichkeit ist, wollte mein Vater auch ihm noch etwas schenken. Und dann ging es los… 😀
WIr fuhren und es passierte zunächst nicht viel. Wir redeten, entspannten uns und freuten uns auf das Meer, doch dann kam etwas dazwischen. Wie wir so auf der Straße entlang rasten, kam ein Taxi auf der entgegengesetzten Spur immer näher an uns heran, berührte zunächst die Mittellinie und kam dann unaufhaltsam immer weiter auf unsere Fahrbahn. Hinter dem Taxifahrer war auch direkt ein Trotro, sodass es keinen Weg zum Ausweichen gab. Aber unser Fahrer hatte sein Auto so gut unter Kontrolle, dass er den Bus an den äußersten Rand der Straße lenkte, ohne ganz von der Straße abzukommen. Doch eines war unvermeidlich, das Taxi musste uns rammen. Aber glücklicherweise nicht frontal, sondern er schrammte an unserer vollen Seite entlang und dann zwischen zwei Bäumen hindurch, direkt in die Büsche. Das war schon ein bisschen krass. Als das Taxi den Bus berührte wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Das war schon nicht mehr total lustig. Nach dem Ereignis, hielten wir an und der Busfahrer stieg aus, um sich ein Bild zu machen von dem was passiert war. Und das fast jeder Mensch schaulustig ist, ist fast der ganze Rest im Bus mit ausgestiegen. Der Bus war an der einen Seite ordentlich verbogen und wir hatten Glück, dass die Räder ziemlich weit im Chassis versteckt waren, sonst hätte das Taxi uns am Ende noch die Räder aufgerissen. Das Taxi fanden wir relativ tief im Gebüsch versteckt, aber was mit dem Taxifahrer passiert war, wussten wir einfach noch nicht. Doch dann lief da einer mit Gras im Haar und auf dem Shirt und einer Wunde am Hals, die fein blutete. Außerdem sah er ziemlich verwirrt aus… (Für die langsamen unter euch: das war der Fahrer :D) Er wurde von einer Masse von Menschen, zuvorderst unser Busfahrer, zu unserem Bus gebracht und erstmal angemacht, was das soll und wie kaputt der Bus jetzt ist. Der Taxifahrer allerdings hatte immer nur den gleichen Gesichtsausdruck drauf. Er war absolut apathisch. Alles was er für ihn gab, war seine Wunde, hatte ich das Gefühl. Die sah aber auch eklig aus, auch wenn sie nicht wirklich komplett schlimm war. Tja, wir setzten uns dann alle in den Bus und fuhren zur nächsten Polizeistation, wo wir warteten und warteten, weil der Busfahrer, der Taxifahrer und ein Polizist sich unterhalten mussten, inspizierten und protokollierten. Irgendwann kamen dan zwei neue Busse an. Lustig, sagte ich “neu”? Mit neu meinte ich natürlich nur andere Busse, aber sie waren alles andere als neu! Das waren kleine, verrostete Trotros, die normalerweise nur kurze Strecken fahren. Sowas wollte ich meinen Eltern eigentlich nur mal in einer ruhigen Minute zumuten, aber jetzt mussten wir den Spaß wohl mitmachen… Alles was ich für die beiden noch tun konnte, war sie ganz nach vorne zu setzen, sodass sie die wirkliche Enge des Trotros nicht so hart erleben mussten. Nachdem alle Passagiere des vorhergehenden Busses eingestiegen waren, kamen dann noch extra Passagiere hinzu, die ebenfalls nach Cape Coast wollten, bis das kleine Trotro, ein Hyundai H100 mit 16 Passagieren voll war. Plus einen Fahrer und einen Mate, der das Geld einsammelt. Unser Gepaäck kam dann unter den hinteren Sitz und die Kofferklappe wurde zugeklappt und verschnürt. All das war etwas viel für meinen Vater, wie er mir später erzählte, aber es war nicht schwer seine Angespanntheit von seinem Gesicht abzulesen. Er hatte Bammel wegen unseres Gepäcks, weil er es nicht richtig im Auge hatten, er hatte Bammel, weil er ganz vorne saß und die ghanaischen Fahrer in Action sehen konnte (, denn heute fuhren sie besonders bescheuert, da Feiertag war und alle schnell nach Hause, oder zu vereinbahrten Orten kommen wollten. Dazu kommt auch noch, dass viele der Fahrer gut angetrunken fuhren… Es ist also ein wahres Spektakel :D) und wegen all der Fahrer hatte Bammel um aller unser Leben. Als es das erste Mal knapp wurde, schaute er mich entgeistert an, und auch beim zweiten und dritten Mal lehnte er sich noch zurück, wie um sicher zu gehen, dass ich die Verrückten gesehen hab, aber dann gewöhnte er sich langsam an die ghanaische Fahrweise und schaute einfach nur noch schnurgeradeaus und kämpfte innerlich mit sich, uns nicht alle zum Aussteigen zu bewegen. So kam es mir zumindest vor. Ganz witzig wurde es dann, als wir so durch die Gegend fuhren und wir vor uns einen riesigen Blutfleck auf der Straße hatten. Krass, konnte man sich jetzt denken. War es ja eigentlich auch, aber wenn man hier so auf den Straßen fährt, dann sieht man halt mal die eine oder andere Ziege durch die Gegend fliegen. Aber diese 4 Ziegen sind nicht groß geflogen. Ein Stück der einen Ziege war sogar noch auf der Straße und chillte da ganz hart. Ich weiß nicht welche Art Gedärm es war, aber ich tippe auf Magen. Naja, aber die Ziege ist jetzt im Ziegenhimmel und kümmert sich nicht mehr um ihre fleischlichen Reste… Würde jetzt vielleicht ein Ghanaer sagen 😀
Tja, irgendwann kamen wir an einer Kreuzung Namens Yamoransa Junction an, wo wir in ein Taxi umstiegen und uns ins Resort bringen ließen. Und das Resort war echt nett. Es gab wieder, wie in der Green Turtle Lodge, viele Kokosnüsse zum pflücken und viel Strand, Sonne und Meer. Die Hütten waren auch geiler, als die, die wir in der Green Turtle Lodge hatten. Wir packten aus, freuten uns unseres Lebens, chillten, aßen und schliefen. Ich war auch noch im Wasser, aber ich wurde rausgeholt, weil… ich weiß es bis heute nicht. Vielleicht war es zu spät, vielleicht war die Strömung zu hart.
Der nächste Tag war dann sehr entspannt, denn wir setzten einfach das fort, was wir am Abend zuvor schon taten. WIr chillten, aßen, schliefen und badeten. Dazu kamen dann einige Kokosnüsse… Man sieht, über diesen Tag habe ich eigentlich so gut, wie nichts zu berichten. Aber ich kam ein wenig mehr dazu die “Zeit” zu lesen, die mir meine Eltern mitgebracht hatten und es war durchaus interessant! Ich bin ja eigentlich kein Zeitungsleser, aber diese Zeit hat echt Spaß gemacht und ich habe von vielen interessanten Dingen erfahren, von denen ich so noch nicht wirklich wusste.
Aber der nächste Tag sollte wieder ein erlebnisreicher Tag sein, denn wir fuhren nach Cape Coast, um uns ein wenig die Stadt und das Fort anzuschauen. Eigentlich wollten wir an dem Tag nach Kakum fahren, aber da mein Bauch mir Sorgen machte, wollte ich keinen Trip ins Niemandsland wagen. Wir nahmen also ein Taxi in die Stadt, direkt vor das Caslte und traten ein. Dort bezahlten wir einen erstaunlich hohen Eintrittspreis und wurden direkt ins Museum geschickt. Dort konnte man über die Sklaven lesen und erfuhr zum Beispiel, dass ein drittel aller Skalven aus Afrika nach Brasilien verschifft wurde. Ich muss zugeben, dass ich das so noch nicht wusste. Irgendwann wurden wir dann wieder zurückgerufen, zu einer Gruppe von Leuten, die gerade einen Tour durch das Castle startete. Wir gingen erst in die Zelle ohne wiederkehr, wo Leute hingeschafft wurden, die zu sehr stressten. Sie wurden da etwa drei Tage ohne Wasser und Essen gelassen bis sie tot waren. Kräftige Sklaven mussten die Toten dann über den Hof schleifen und ins Wasser werfen, um allen ein Exempel zu statuieren. Danach gingen wir in die Ankunftshalle der Sklaven, wo sie ihre Brandzeichen bekamen, wenn sie von Doktoren als arbeitsfähig eingestuft wurden. Aber heute wurde dort einfach nur Kunst verkauft… Dann ging es weiter an der alten Garnison der Soldaten vorbei, wo heute Kunst verkauft wird, hinein in das Zimmer des Gouverneurs. Ratet mal was da heute ist! Falsch, keine Kunst! Das war es relativ langweilig. Es war einfach nur ein schöner Raum, in dem uns offenbahrt wurde, dass hier kein länger diensttätig war als 18 Monte. Warum? Tja, bis dahin waren sie alle tot. Africa, the white man’s grave… (Afrika, das Grab des weißen Mannes) Aber mit der Art und Weise, wie die Leute hier Geld verdient haben, habens sie sicherlich nichts viel besseres verdient. Aber eines ist noch wichtig zu erwähnen. Die Sklaven nämlich wurden nicht einfach eingefangen und verschifft! Nein, die Stämme verkauften ihre eigenen Leute für Porzellan und Kleidung an die Weißen. Sicherlich war der Tausch keineswegs gerecht, aber hier muss man einfach sagen, dass zumindest der Anfang dieses ganzen Leidens auch Schuld der damaligen Chiefs war. Das hatte ich zum Beispiel auch gar nicht gewusst. Naja, aber die Weißen haben ihre in Afrika erworbenen Güter ja auch wirklich nicht gut behandelt. An meinem rumgelaber merkt man, wie schwer es mir fällt über das Thema zu reden. Ich fühlte mich in dem Castle so unglaublich schuldig für eine Straftat, die ich nie begangen hatte. Skalverei ist einfach ein ziemlich delikates Thema, besonders, wenn man hört, wie Familien gelitten haben und wie wenig wert die Leute waren. Etwa ein Drittel der Sklaven starben, glaube ich. Jetzt könnte man meinen, warum haben die Leute die Schwarzen nicht besser behandelt, weil sie doch auf die bekannte Art und Weise viel Profit verlieren. Aber sie kauften tausende Sklaven für ein zehntel des Preises, den sie letztendlich verlangen würden. Es interessierte sie also ein Scheißdreck. Das Geschäft boomte und auch ohne die tausenden Toten machten sie noch einen satten Gewinn. Echt krass. Naja, wir gingen dann weiter zum Ausguck, von dem aus man die Türme der anderen Forts im Umkreis sehen konnte, die Probleme signalisierten, so Probleme existierten.
Der nächste Anlaufpunkt war die Kapelle. Hier wurden Halfcasts, also Mischlinge, unterrichtet und Gott nah gebracht. Diese Halfcasts waren oft auch diejenigen, die den Sklaven vorstanden. Direkt unter der Kapelle waren die Kammern der Sklaven. 5 Räume für je 200 Sklaven, die da zusammen mit ihren Exkrementen lebten. In einem Raum war die Mischung aus Blut, Exkrement, und allem anderen Dreck um die 10 Zentimeter hoch. In einem anderen Raum, war die Verbindung der Kammern zum Wasser, wodurch die Skalven damals geführt wurden, um verschifft zu werden. Aber die Engländer mauerten den Gang nach dem Verbot von Sklaven zu, um zu zeigen, dass sie es ernst meinten. Danach gingen wir an Gräbern von Leuten vorbei, die hier im Castle besondere Taten taten. Dabei hörten wir eine Geschichte von einer Frau, die ihren Mann, den damaligen Gouverneur in Afrika besuchte, aber herausfand, dass er eine Affäre mit einer Einheimischen hatte. Wenige Wochen war sie in Afrika und starb an Traurigkeit und sicherlich auch Malaria… Oder so. Ihr verräterischer Mann folgte ihr 3 Monate später ins Grab. So war das Leben. Naja, dann gingen wir zur Vergewaltigungszelle, wo sehr schöne Frauen aufbewahrt wurden, für das kleine Vergnügen zwischendurch. Wenn sie sich dafür bereiterklärten, durften sie duschen, um für den Freier gut zu riechen. Wenn sie schwanger wurden, mussten sie das Kind zur Welt bringen und wurden danach wieder in die Kammer der Frauen gesteckt. Es ist doch echt unglaublich was da ging! Einfach nur krass. Da findet man es doch direkt okay, dass die Soldaten hier nicht lange lebten. Aber sicherlich waren nicht alle so, hoffe ich mal. Die Kammern der Frauen waren insgesamt zwei und in jede Kammer passten 250 Sklavinnen. Eine der Kammern hatte eine direkte Verbindung zum Gouverneursschlafzimmer. Kann sich irgendwer vorstellen, warum? Wollten der Gouverneur vielleicht Gute-Nacht-Geschichten hören? Ach, nein, stimmt ja, er wollte sie vergewaltigen, das Leben aussaugen und wegwerfen. So war das doch… Hab ich euch eigentlich schon erzählt, was mit den Frauen passierte, die unbemerkt schwanger aufs Schiff kamen? Sie wurden natürlich über Bord geworfen, denn wer will schon eine schwangere Sklavin? Das wäre ja noch schöner!
So ich höre am Besten auf darüber zu schreiben, sonst raste ich noch aus. Hm… Danach gingen wir durch das Tor ohne Wiederkehr, das Tor, durch das jeder Sklave aus dem Cape Coast Castle seine Heimat für immer Verließ. Nur die wenigsten hatten die Chance zurückzukehren. Aber meisten verloren sie alles, was sie besaßen, wenn sie die ersten Schritt durch das Tor taten: Ihre Familie, ihren Namen, ihr Eigentum und ihre Würde. Nur ihr Körper blieb ihnen noch und der blieb auch nur bei den wenigsten heil. Aber heute war hinter dem Tor viel los. Kinder spielten, Fischer fischten und alte Herren saßen da und genossen ihre schattigen Plätze. Kein Vergleich zu den damaligen Konditionen. Als wir zurück ins Castle gingen, war da ein Schild über dem Tor: Tor der Wiederkehr. Das wurde angebracht, als die ersten Sklaven ihre Heimat wieder besuchten. Naja, danach war die Tour vorbei und mein Vater und ich schauten uns noch ein bisschen die Burg an. Dann liefen wir noch ein bisschen durch Cape Coast, fanden aber nichts richtiges und fuhren wieder zurück zum Resort, wo wir wieder chillten, aßen und badeten.
Der nächste Tag, war der Tag an dem wer dann doch noch nach Kakum fuhren. Auf dem Rückweg des Vortages redete ich ein bisschen mit dem Taxifahrer Ali und er brachte uns für 40 Cedi nach Kakum und zurück. Im Nachhinein nicht preiswert, glaube ich, aber durchaus annehmbar! So viel gibt es hier eigentlich nicht zu erzählen, denn die Fahrt war relativ ereignislos und Kakum muss man gesehen haben, um es interessant zu finden. Dort haben wir nämlich den Baumkronen-Weg in Angriff genommen und sind in bis zu 40 Metern höhe von Baum zu Baum über 7 Brücken gelaufen. Für mich höhenängstlichen Verlierer war das ganze gar nicht so einfach, aber ich überwand mich und wurde mit einer großartigen Aussicht belohnt. Dann unterhielten wir uns noch ein bisschen mit dem Paar, dass neben uns und dem Führer Frank unterwegs war. Eine Kanadierin und ein Kongolese, die zusammen in Sierra Leone Entwicklungshilfe leisteten und gerade in Ghana ihren Luxusurlaub mit Strom und Wasser machten. Daran sieht man doch, dass Ghana eher ein Einstiegsland für Europäer, die Afrika kennen lernen wollen, ist. Da wir danach alle müde waren, fuhren wir nachdem wir zurück im Camp waren nach Hause und chillten dort wieder eine Runde. Wir waren zwar nur kurz weg, aber es hat schon ganz schön geschlaucht!
Am 29.4. ging es dann wieder zurück nach Accra und es lief eigentlich alles glatt. Am Morgen aßen wir noch unser leckeres Frühstück mit Omelette und Wurst und nahmen dann ein Taxi zur STC Station, wo wir eine Stunde auf dem Bus warten mussten und weitere 3 Stunden später in Accra waren. Die STC Station war genau an der Stelle, an der wir damals mit Patrick und Dominik gesessen hatten und irgendein Fußballspiel schauten an dem Bremen beteiligt war.
In Accra nahmen wir dann gleich wieder ein Taxi und ließen uns von einem netten Taxifahrer, mit dem ich ein wenig über die problematische Politik Ghanas redete, ins Afia African Village fahren. Dort waren alle nett und das Resort war hübsch, aber die Preise waren astronomisch! Tja, es war unser letzter Abend, also ging das schon klar. Eigentlich wollten wir noch in ein anderes Restaurant gehen, aber das stellte sich als geschlossen heraus und so aßen wir durchaus leckere Sachen im Resortrestaurant und gingen nach einer Besichtigung des verdreckten Strandes schlafen.
Und schon war der Tag der Abreise gekommen… Am Morgen jedoch gingen erstmal ein bisschen durch Accra. Doch da wir schon um 8 Uhr unser Resort verließen, war noch nichts los auf den Straßen Accras. Als erstes liefen wir zum Independence Square nicht weit von uns, aber da war nichts zu sehen als der Freiheitsbogen der Ghanaer. Mehr oder weniger bedeutungslos… Also liefen wir wieder zurück in Richtung Nkrumah Memorial Park, der aber noch geschlossen war, weswegen wir dann weiter die Küste entlang liefen, ohne irgendetwas zu finden. Also machten wir eine kleine Runde und liefen durch das Ghetto zurück, aßen und tranken ein klein wenig und gingen dann zum Memorial Park, um uns das Leben des Nationalheldens anzuschauen, der Ghana 1957 unabhängig gemacht hat und die Vision eines geeinten Afrikas hatte, doch dieses Ziel nahm er mit ins Grab, denn soweit sind wir hier noch nicht. Der Park ist ganz hübsch gemacht, viele Bäume, Grünflächen und in der Mitte ein großes, modernes Mausoleum, wo Nkrumah und seine Frau beerdigt sind. Danach gingen wir noch ins Museum und schauten uns die endlos vielen Bilder von ihm und wichtigen Leuten der Geschichte und Politik an. Krass, mit wem er alles zu tun hatte. Aber das ist als Staatsoberhaupt sicherlich normal. Als wir dann gehen wollten, überredete uns eins Hochzeitspaar einige Bilder mit meinen Eltern zu machen. Ich hielt mich raus, weil ich erstens nicht passend angezogen war und zweitens auch nicht so richtige Lust verspürte. Nach diesen Erfahrungen ging es ins Art Center. Dort waren dann die ganzen Rastaleute, die uns ihren Spaß andrehen wollten. Solange man kein Interesse bekundet, wird man eigentlich bestimmt aber freundlich von Laden zu Laden rumgereicht, bis man mal bestimmt aber freundlich sagt, dass man seinen eigenen Weg gehen will. Meine Eltern kauften dann auch noch ein Bild für meine Großeltern, für das ich viel verhandeln musste, aber dennoch für zu viel Geld erstand. Naja, was soll’s. So ist das Leben. Als wir dann gehen wollten, luden uns einige Rastas zu ihrem Laden ein und spielten eine Runde für meine Eltern. Schnell kam dann noch ein anderer hinzu und sie spielten ziemlich nett. Ich glaube es gefiel meinen Eltern ganz gut. Gaby kaufte dann auch noch zwei kleine afrikanische Musikinstrumente für ihre Kinder. Und dann ging es nach Hause. Und das meine ich so, wie ich es schreibe. Ich arrangierte ein Taxi für meine Eltern zum Flughafen und wir bezahlten das Hotel. Dann legten die beiden sich erstmal schlafen und ich nahm mein Rucksack und verschwand nach der Verabschiedung. Ich wollte einfach ein Trotro zur Neoplan Station nehmen und lief deshalb zur nächsten Trotro Station, aber hier wurde ich zur nächsten Station weitergeleitet und ich wurde von einem netten Ghanaer geführt. Wir liefen und liefen. Die nächste Station brachte uns kein Glück und auch an der darauffolgenden fuhren zwar viele Trotros, aber keine, die uns wirklcih helfen würden. Also liefen wir noch ein bisschen weiter. Und hier bekamen wir promt ein Trotro. Wir waren etwa 20 bis 30 Minuten gelaufen und ich war froh endlich Kumasi ein Schritt näher zu kommen. So fuhren wir als bis zur vorhergehenden Station und dann kamen ein paar Polizisten an, meinten, dass unser Trotro zu nah an der Kreuzung gehalten hätte (was nicht stimmte, aber was soll man machen…) und wir alle mussten aussteigen und waren fast wieder am Anfang. Völlig entnervt nahm mein Führer dann einfach ein anderes Trotro, was uns zwar nicht dahin brachte wohin wir wollten, aber der Weg zurück zur Station wäre länger gewesen, als unsere Variante. Warum wir diese Variante nicht von Anfang an gewählt haben bleibt mir auch ein Rätsel! 😀 Naja, aber dann liefen wir noch ein bisschen und ich war an der Kumasi Station. Hier wurde es ein bisschen ungemütlich. Es war Samstag es fuhren zu wenige Trotros, deswegen waren alle Leute am Ausrasten. Ich irrte ein wenig umher und irgendwann fuhr ein leeres Trotro an mir vorbei, welches nahc Kumasi wollte und plötzlich saß ich darin und wartete auf den Fahrer. Aber dieses Einsteigen war natürlich auch mit viel Gedrängel verbunden, weswegen ich einfach nur glücklich war, endlich keinen Stress mehr zu haben. Aber es sollte sich alles ändern! Es ging los und einer von Agya Koo’s tausend Filmen plärrte durch das Trotro und nach einer halben Stunde Fahrt blieb das Trotro stehen und bewegte sich nicht mehr. Erst dachte ich okay, wird schon nicht so schlimm sein, aber nach einer weiteren halben Stunde, war noch nichts so recht passiert. Viele standen um den Motorblock herum, an dem ein Mann arbeitete. Der Fahrer sagte immer, dass wir uns beruhigen sollten, da wir bald weiterfahren würden. Nach einer Stunde regten sich die ersten Leute auf, dass sowas nicht okay sei und dass ein neues Auto arrangiert werden müsse. Mir wurde es im Trotro irgendwann zu heiß und ich stieg aus, um frische Luft zu genießen. Direkt am Straßenrand, wo hunderte von Autos verbeikamen. Haha, frische Luft… -.- naja, ich kam ins Gespräch mit einem Nigerianer, der hier Freunde besuchte und ein wenig von sich erzählte. Danach setzte ich mich in den Schatten und ruhte mich aus. Am Bus unterhielten sich einige Leute und zeigten auf mich und lachten mit Worten einer Sprache, die ich nicht verstand. Einer von ihnen fragte mich, ob ich gerne wüsste, was sie da sagten, als ich mit einem Lächeln nickte, verlangte er Geld und ich war richtig angepisst, weil sie weiter lachten und auf mich zeigten. So fühlt sich also Rassismus an, wenn auch nur in einer subtileren Art. Tja, ich war aber angepisst und als die selben Leute dann nett zu mir sein wollten, tat ich alles um keine Nettigkeiten zu zeigen. Als das Gesrpächsthema dann in Richtung Gott driftete, sagte ich meine Meinung und sagte alles was ich so dazu denke. Alle Leute schauten mich ungläubig an und viele Leute versuchten zu debattieren, aber es war, wie so oft, sinnlos. Naja, aber so konnte ich meine angestaute Wut schüren, indem ich mich über deren Naivität aufregte. Auch was schönes. Nachdem die dritte Stunde des Wartens vergangen war, kam dann endlich ein neuer Bus, der uns ohne weitere Probleme nach Hause brachte. Von Kejetia nahm ich dann ein Trotro nach Tanoso und lief die restlichen 20 Minuten nach Hause, wo ich gegen 24 Uhr ankam. Völlig müde und hungrig. Und ich hatte ein unglaubliches Glück, denn Gifty hatte Banku mit Erdnusssuppe gemacht. Vollgefressen ging ich schlafen und vergaß die anstrengende Fahrt.
Am nächsten Tag musste ich eigentlich waschen, aber dankbarerweise wusch Kwakye und so konnte ich gar nicht waschen, weil die Leinen schon belegt waren. ALso traf ich mich in aller Ruhe mit Andreas, chillte, quatschte und ging wieder nach Hause, um zu schlafen. Im späteren Verlaufe des Tages traf ich mich wieder mit ihm, Eric und Daniel zum Fußball schauen. Ich glaube Arsenal hat gegen ManU gespielt. Zwei der Lieblingsmannschaften der Ghanaer, also redeten die Zuschauer viel und Andreas und ich konnten uns ein klein wenig über das ganze Geschehen lustig machen. Am Abend gingen wir dann noch zum Chillen in die kleine Bar und spielten noch ein bisschen Karten. Dann kamen Ruven, seine Freunde und Sabrina von ihrem Trip zurück und unsere Runde löste sich langsam auf, weil es spät war und alle schlafen wollten.
Dieser Tag war ein Sonntag und gleichzeitig der 1.5.. In Deutschland würde man sagen schade, aber in Ghana wird dann halt einfach am nächsten Tag frei gemacht. Also war der 2.5. auch frei. Ich wusch und wollte danach eigentlich mal Leute anrufen und besuchen, aber letztendlich verendete ich nur in meinem Bett und schaute Filme. Ein richtig schöner Gammeltag also. Am DIenstag dann plante ich eigentlich einen ähnlich trägen Tag zu haben, aber es kam anders. Osama (Osman Iddriss), einer meiner Schüler, rief mich an und erinnerte mich, dass ich ihn besuchen kommen wollte. Also raffte ich mich auf, fuhr nach Sofoline, von da nach Tafo und von da wollte ich nach Ehwiaa, aber ich setzte mich ausversehen ins Trotro nach Nhyiaeso. Also bat ich Osama nach Tafo zu kommen und ich suchte mir ein Trotro zurück. Als ich dann wieder in Tafo war, besuchten wir Osamas Mutter und Großmutter und Osamas Kind, das von der Schwester seiner Mutter umsorgt wurde. Das Kind Osamas, Madjit, war absolut süß und verdammt hellhäutig. Es kam ungelogen fast an mich heran. Naja, dann ging es weiter zu den Großeltern Osamas und dann endlich nach Ehwiaa, wo Osama zusammen mit seinem Vater lebte. Ich ließ mir auch zwischendurch noch erklären, weswegen hier in Ghana Trennungen passierten: wenn die Frau nicht kochen kann, wenn die Frau den Mann nicht genug respektiert oder wenn die Frau fremdgeht. Wenn der Mann fremdgeht, ist das nicht so schlimm, weil das nur zeigt, dass er seine Familie so sehr unter Kontrolle hat, dass er sogar noch woanders rumschwänzeln kann. Tolle Erklärung und sicherlich auch sehr gemütlich für Männer. Und hier muss ich was Böses sagen: ghanaische Muslime halt, aber den Eindruck hatte ich da wirklich. So wie er von Frauen geredet hat und wie er mit ihnen umgegangen ist, so hab ich das bei allen anderen nicht erlebt. Ich hoffe ich habe ein falsches Bild, aber um das richtig zu stellen, muss ich erstmal einen Muslim aus Ghana treffen, der sich anders verhält.
Naja, wie auch immer, irgendwann kamen wir dann bei Osama zu Hause an und ich legte mich erstmal schön schlafen. Bis in den Abend hinein. Dann weckte mich Osama irgendwann und es gab lecker Fufu. Krass, ich hätte jetzt gerade auch richtig Bock auf Fufu! Aber ich reiße mich mal lieber zusammen und schreibe weiter über die letzten paar Tage, die ich noch beschreiben muss…
Am Abend zogen wir noch ein bisschen durch die Gegend und ich lernte Sarkodie und Young Mullah kennen, zwei der besten Freunde von Osama. Wir liefen ein bisschen an der Straße entlang, wo wir ein paar Schuhe und einen Topf auf dem Mittelstreifen sahen. Am Straßenrand wand sich eine Frau scheinbar vor Schmerz und schrie, wie am Spieß um ihr umgefahrenes Kind. Ob es überlebt ist eine gute Frage… Ghana be dat! Naja, auf dem Weg wurde ich unterrichtet und ich lernte einige böse Worte, die Jugendliche hier so verwenden. Bei Sarkodie zu Hause hörten wir eine Runde Musik und gingen dann wiede zurück in eine kleine Bar, wo wir noch ein bisschen saßen und quatschten und dann ins Bett gingen. Ich traf im Verlaufe des Abends noch einige Freunde Osamas, die alle ganz nett waren, aber ein großes Problem mit überschüssiger Coolness hatten. Dann gingen wir schlafen. Und Am nächsten Tag ging es damit weiter! Ich konnte nie wirklich aufstehen. Wir aßen richtig leckeres Essen: Kochbananen und ein Tomaten-Ei-Mus. Echt gut, wobei ich es lieber mit Yam gegessen hätte, aber wer bin ich, dass ich hier so rummäckele… 😀 Danach legte ich mich auf jeden Fall gleich wieder schlafen. Danach schauten wir einen Flim beim Bruder von Osama, wobei ich einschlief. Vom ganzen Schlafen wurde ich immer müder und schlief erstmal. Naja, irgendwann entschied ich mich nach Hause zu fahren und Osama folgte mir noch bis Tafo, wo wir einen Freund von ihm besuchten, dessen Oma sehr lange Zeit in den Vereinigten Staaten war und deswegen auch ein riesiges Hause besaß. Ich wurde eingeladen mal wieder dahin zu kommen und dann ging es endlich nach Hause, denn ich war müde. Aber dazu hatte ich nicht die Möglichkeit, denn ich musste schnell zur Uni, wo wir Schalke gegen ManU schauten und von Schalke bitter enttäuscht wurden! Naja, so ist das Leben.
Der 5.5., ein Donnerstag war dann wieder schön entspannt. Er sollte in die Geschichte als Schlämmertag eingehen, denn wir hatten ein geiles Frühstück: Weißbrot mit Käse und Wurst, außerdem Milo mit Milch, sodass es fast wie echter Kakao schmeckte. Danach war erstmal waschen für mich angesagt… Als ich fertig war, ging ich wieder zurück zur Schule, um Nudeln mit Tomaten-Sahne-Soße vorzubereiten und nachdem alles fertig war, Parmesan in meine Nudeln zu streuen. Boom Baby! Das war geil! Tja, dann ging es auf zur Uni, weil wir endlich mal wieder unser Programm hatten. Wir redeten über Fußball und es war echt mal wieder nett da zu sitzen auch wenn sich viel verändert hatte, da Umbauten im Gange waren. Nach dem Spaß gingen Ruven und ich noch ins Internet und dann zurück nach Hause und ins Bett.
Auch am Freitag hatte ich noch ein bisschen zu waschen, aber machte lieber einen ruhigen. Als ich mich dann entschied zur Schule zu gehen, um mal endlich mit dem Scheme of Work anzufangen. Aber daraus wurde dann nicht viel, denn ich kam gegen 11:15 an und um 11 Uhr sollte ein durch mündliche Nachricht weitergegebenes Staffmeeting statfinden. Also sagte ich fix Ruven bescheid und wir regten uns eine Runde zusammen über den kommenden Schwachsinn auf. Aber letztendlich fand ich es gar nicht so schlimm, weil ich mich diesmal etwas mehr involvierte. Ich sagte meine Meinung zu dem Zu-spät-kommen der Schüler, zu einer Veränderung der Zeugnisse, die bisher immer handschriftlich ausgefüllt wurden, aber meiner Meinung nach digitalisiert werden sollten. Ein Ergebnis habe ich noch nicht, aber die Leute fanden die Idee ganz okay. Und zu einigen anderen Punkten sagte ich noch das eine oder andere kleine Ding. So gingen die 2 Stunden schneller vorbei und ich fühlte mich auch gleich besser. Naja, Ruven war in Gedanken noch ganz bei seinem Blog und hatte keinen Bock auf das Meeting. Tja, danach chillten wir noch eine Weile und dann ging Ruven irgendwann zur Uni weil er sich dort mit seiner Freundin verabredet hatte. Ich ging also nach Hause und stampfte mit Gifty Fufu für vier: Ruven, Gifty, Kwakye und mich. Und diesmal lobte mich Gifty sogar richtig. Ich machte wenig falsch und das Fufu war am Ende auch richtig geil. Naja, ich wartete dann noch ein bisschen auf Ruven und las ein wenig in “Anorganische Chemie” bis er anrief und mir sagte, dass es Fufu-Time sei. Ich schnappte mir die Schalen und freute mich tierisch auf das leckere Essen. Mit der überschüssigen Soße verdrückten wir dann noch die verbleibenden Nudeln vom Schlemmertag. Ach ja, Andreas und Sabrina waren nach Winneba gefahren, weil dort ein Fest gefeiert wurde, das sie sich anschauen wollten. Das war auch der einzige Grund, warum ich für Ruven mitstampfte, weil er ja auch was essen wollte. Für alle drei könnte ich nicht stampfen, da ich schon nach der halben Stunde stampfen für 4 Personen mehrere offene Blasen. Aber ich heule mal lieber nicht rum, weil wie jeder weiß, der diesen Blog ließt, bin ich der letzte, der wegen irgendwas kleinem rumheulen würde 😉
Naja, wir chillten dann noch eine Runde, vertilgten noch eine Mango und wuschen ab. Damit war der Tag gegessen. Der nächste Tag sollte ein richtig geiler werden, denn morgens aßen wir lecker deutsch angehauchtes Frühstück und gingen dann zur Uni. Ich wegen Internet, weil ich schon seit 2 Wochen oder mehr nicht mehr online war und Ruven, weil er Basketball spielen gehen wollte. Naja, beides lief auf jeden Fall gut und so gingen wir glücklich nach Hause und machten uns bereit in die Stadt zu fahren, denn dieser Tag war ein großer Tag. Wir wollten Sachen einkaufen gehen. Alleine würde ich niemals anfangen können zu shoppen, aber dank Ruven wurde es annehmbar erträglich. Wir verhandeltn viel und ich glaube am Ende wurden wir nicht so hart abgezogen, wie es sich die Ghanaer gewünscht hätten. Für umgerechnet weniger als 14 Euro kaufte ich zwei lange Anzughosen, eine kurze Chillerhose und ein Hemd, ach ja und einen echten, gefakten Armanigürtel aus Korea. Als ich all das für so wenig Geld erstanden hatte, war ich absolut glücklich und bereit jederzeit wieder etwas kaufen zu gehen. Es ist natürlich alles Second Hand, aber es sieht geil aus und ist, wenn man ordentlich aufpasst auch noch in einer guten Verfassung. Tja, gegen 4 Uhr waren wir dann wieder zurück und chillten erstmal hart. Als wir dann so bei Ruven saßen, hatten wir etreme Lust auf eine Coke, eine Wurst und einen Film. Also gingen wir los und holten meinen PC ab. Gingen von mir zu Hause aus zum Laden, kauften zwei Colii und dann ging es auf zur Bar, wo wir 3 Würste kauften. Eine für mich, eine für Ruven und eine die Gifty noch bestellt hatte. Als wir wieder zu Hause waren, bauten wir alles auf und genossen die eingekauften Sachen und den Film. Als dann alles durch war, quatschten wir noch für eine Stunde und damit war der Tag gelaufen. Und schon bin ich beim heutigen Tag. Heute war Sonntag, den heute ist schon fast wieder vorbei. Heute war Muttertag und Muttertag in Ghana bedeutet schon recht viel. Fast jedes Restaurant hat ein Muttertagsspecial und im Radio und Fernsehen wird von wenig anderem geredet. Naja, aber das wurde mir alles nur berichtet, weil ich den ganzen Tag an diesem viel zu langen Blog schrieb, meine neu gekauften Sachen wusch und an meinem Arbeitsschema für meine beiden Fächer schrieb. Sabrina und Andreas kamen auch zurück, aber davon bekam ich nicht wirklich etwas mit, weil ich ja arbeitete. Ach ja, Dennis, den Sohn von Milicents Freundin sah ich heute für kurze Zeit wieder, aber da er die Gitarre von Ruven ziemlich verhackstückte, schickte ich ihn lieber schnell weg, bevor Ruven etwas herausfand. Mein neuer Style gefällt mir übrigens ganz gut. Ist zwar sehr an Ghana angepasst, weil hier die meisten gebildeten Leute so rumlaufen, aber was soll’s… 😀
Ich weiß nicht, was ich jetzt noch groß erzählen kann, denn das war’s. Byebye

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